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Bei einem Unfall in Annaberg-Buchholz tötete eine betrunkene Autofahrerin vier weitere Personen

Bei einem Unfall in Annaberg-Buchholz tötete eine betrunkene Autofahrerin vier weitere Personen

Annaberg-Buchholz: Schleuder-Auto rammt andere Fahrerin (29) tot

Ein tragischer Unfall hat am späten Samstagabend die Stadt Annaberg-Buchholz im Erzgebirge erschüttert. Nach Angaben der Polizei kam es gegen 22:30 Uhr auf der Bundesstraße B101 zu einem folgenschweren Zusammenstoß, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Die Unfallverursacherin, eine 32-jährige Frau aus dem Landkreis, stand laut ersten Ermittlungen unter erheblichem Alkoholeinfluss.

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Fahrerin mit ihrem Kleinwagen in Richtung Chemnitz unterwegs, als sie auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen, in dem sich vier Personen befanden. Für die Insassen gab es trotz schneller Rettungsmaßnahmen keine Überlebenschance. Die Autofahrerin selbst erlitt schwere Verletzungen, konnte jedoch von Ersthelfern aus dem Wrack befreit werden. Sie wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und befindet sich derzeit außer Lebensgefahr.

Ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz erklärte, dass bei der Frau ein Atemalkoholwert von über zwei Promille festgestellt wurde. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, die endgültigen Ergebnisse stehen jedoch noch aus. „Es handelt sich um ein unfassbares Verbrechen gegen die Sicherheit im Straßenverkehr. Vier Menschen haben ihr Leben verloren, weil jemand betrunken ans Steuer gestiegen ist“, sagte er.

Mehrere Notärzte, Rettungswagen sowie die Freiwillige Feuerwehr Annaberg-Buchholz waren im Einsatz. Die Bundesstraße blieb über mehrere Stunden voll gesperrt, da die Unfallstelle gesichert und die Spurenlage aufgenommen werden musste. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich entlang der Strecke, was die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erschwerte.

Die Identität der Opfer konnte inzwischen geklärt werden. Es handelt sich um zwei Ehepaare im Alter zwischen 45 und 52 Jahren, die gemeinsam auf dem Heimweg von einer Familienfeier waren. Angehörige wurden bereits von einem Kriseninterventionsteam betreut. „Das ist ein unermesslicher Verlust, der nicht in Worte zu fassen ist“, sagte ein Polizeiseelsorger, der die Familie begleitet.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat gegen die Unfallverursacherin ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Sollte die Schuld zweifelsfrei nachgewiesen werden, drohen der Frau mehrere Jahre Freiheitsstrafe.

In Annaberg-Buchholz herrscht große Bestürzung. Viele Anwohner legten am Sonntag Blumen und Kerzen an der Unfallstelle nieder. „Es ist einfach nur furchtbar. Man denkt immer, so etwas passiert woanders – und dann trifft es plötzlich die eigene Stadt“, äußerte sich eine Anwohnerin, die die Unfallstelle passierte.

Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr hinzuweisen. „Jeder, der betrunken fährt, setzt nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer aufs Spiel“, so der Polizeisprecher. Man appelliere an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.

Mit tiefer Trauer bleibt die Stadt zurück – vier Menschen verloren ihr Leben, weil eine einzige Entscheidung falsch getroffen wurde.

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