Bei einem Verkehrsunfall auf der BAB65 zwischen den Anschlussstellen Kandel-Nord und Rohrbach starben 30 Menschen
Bei einem Verkehrsunfall auf der BAB65 zwischen den Anschlussstellen Kandel-Nord und Rohrbach starben 30 Menschen

Ein tragisches Unglück erschütterte am gestrigen Abend die Region Südpfalz: Auf der Bundesautobahn 65, zwischen den Anschlussstellen Kandel-Nord und Rohrbach, ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem nach ersten offiziellen Angaben 30 Menschen ihr Leben verloren. Zahlreiche weitere Personen wurden teils schwer verletzt.
Nach Informationen der Polizei kam es gegen 19:45 Uhr zu einer Massenkarambolage, in die mehr als 20 Fahrzeuge, darunter mehrere Reisebusse und Lastwagen, verwickelt waren. Die genaue Ursache ist derzeit noch unklar. Augenzeugen berichten von starkem Regen und eingeschränkter Sicht, die möglicherweise zu der Tragödie beigetragen haben.
Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren vor Ort, unterstützt von Notfallseelsorgern und dem Technischen Hilfswerk. Für viele Opfer kam jedoch jede Hilfe zu spät. „Es handelt sich um eines der schwersten Unglücke der letzten Jahrzehnte in Rheinland-Pfalz“, erklärte ein Sprecher der Polizei unter sichtlicher Betroffenheit.
Die Autobahn musste in beide Richtungen vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet, dennoch kam es auf den Ausweichstrecken zu erheblichen Behinderungen. Hubschrauber der Luftrettung waren ebenfalls im Einsatz, um Schwerverletzte in umliegende Krankenhäuser zu bringen.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich tief betroffen: „Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer. Wir danken den Rettungskräften, die unter schwierigsten Bedingungen unermüdlich im Einsatz waren.“ Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus und kündigte an, die Unfallursache gründlich untersuchen zu lassen.
Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um die Koordination der Hilfsmaßnahmen sicherzustellen. Noch in der Nacht wurde eine Hotline freigeschaltet, unter der sich Angehörige über mögliche Betroffene informieren konnten. Zahlreiche Menschen nutzten diese Möglichkeit, um Gewissheit über ihre Familienmitglieder und Freunde zu erlangen.
Experten weisen darauf hin, dass die BAB65 in der Vergangenheit bereits mehrfach durch gefährliche Situationen auffällig geworden ist. Besonders bei schlechten Wetterverhältnissen gilt die Strecke als riskant. Ob infrastrukturelle Faktoren oder menschliches Fehlverhalten ausschlaggebend waren, ist nun Gegenstand intensiver Ermittlungen.
In der Region herrscht tiefe Trauer. Viele Menschen legten am frühen Morgen Blumen und Kerzen an den Auffahrten zur Autobahn nieder, um den Opfern zu gedenken. Kirchen und Gemeinden kündigten Gedenkgottesdienste an.
Während die Bergungsarbeiten noch andauern, wird das ganze Ausmaß der Katastrophe erst nach und nach deutlich. Sicher ist jedoch: Dieses Unglück wird noch lange im kollektiven Gedächtnis bleiben.






