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Tragödie in Portugal: Fünf Deutsche unter den Opfern des Seilbahnunglücks in Lissabon

Tragödie in Portugal: Fünf Deutsche unter den Opfern des Seilbahnunglücks in Lissabon

Deutscher Familienvater unter den Opfern des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon

Lissabon – Ein schweres Seilbahnunglück hat am späten Dienstagabend die portugiesische Hauptstadt Lissabon erschüttert. Nach Angaben der Behörden kamen dabei insgesamt mindestens 17 Menschen ums Leben. Unter den Opfern befanden sich auch fünf deutsche Staatsangehörige, wie das Auswärtige Amt in Berlin inzwischen bestätigte. Weitere Personen wurden teils schwer verletzt, einige schweben noch in Lebensgefahr.

Der Unfall ereignete sich gegen 19 Uhr Ortszeit an einer beliebten Touristenattraktion: der Seilbahn, die über den Tejo führt und einen weiten Blick über die Stadt ermöglicht. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte eine Gondel aus großer Höhe ab. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein technischer Defekt an den Trageseilen oder an der Aufhängung der Kabine zu dem Unglück geführt haben könnte. Die portugiesische Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, während Experten der Seilbahngesellschaft sowie unabhängige Ingenieure die Anlage prüfen.

Augenzeugen schilderten dramatische Szenen. „Wir hörten plötzlich ein lautes Knacken, dann Schreie, und kurz darauf sahen wir, wie die Gondel in die Tiefe stürzte“, berichtete ein Anwohner den portugiesischen Medien. Rettungskräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort, doch für viele Insassen kam jede Hilfe zu spät. Die Bergung gestaltete sich schwierig, da das Gelände schwer zugänglich ist. Feuerwehr und Polizei arbeiteten die ganze Nacht, um Verletzte zu retten und die Opfer zu bergen.

Die Identität der deutschen Opfer wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben. Das Auswärtige Amt hat jedoch ein Krisenteam nach Lissabon entsandt und steht in engem Kontakt mit den portugiesischen Behörden. Außenministerin Annalena Baerbock äußerte sich bestürzt: „Unsere Gedanken sind in dieser schweren Stunde bei den Familien und Freunden der Opfer. Wir werden alles tun, um die Hinterbliebenen zu unterstützen.“

Auch Portugals Premierminister António Costa zeigte sich tief betroffen und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. In einer ersten Stellungnahme kündigte er eine lückenlose Aufklärung an. „Es darf nicht sein, dass eine Anlage, die täglich Hunderte Touristen befördert, zu einer tödlichen Falle wird“, erklärte Costa.

Die Seilbahn, die seit den 1990er-Jahren in Betrieb ist, gilt eigentlich als sicher und wird regelmäßig gewartet. Dennoch hatten Anwohner und Touristen in den vergangenen Monaten immer wieder von kleineren technischen Problemen berichtet. Ob diese Hinweise mit dem Unglück in Zusammenhang stehen, ist noch völlig offen.

Die Tragödie hat in Portugal und auch in Deutschland tiefe Betroffenheit ausgelöst. In Lissabon legten zahlreiche Menschen Blumen und Kerzen in der Nähe der Unfallstelle nieder. Viele Touristen brachen ihren Aufenthalt vorzeitig ab, andere suchten Trost in improvisierten Gedenkfeiern.

Während die Ermittlungen andauern, rücken die Schicksale der Opfer in den Vordergrund. Familien aus Deutschland sind nach Portugal gereist, um Klarheit über ihre Angehörigen zu erhalten. Für sie hat das Auswärtige Amt eine Notfall-Hotline eingerichtet.

Es bleibt die Frage, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte – und wie verhindert werden kann, dass sich ein solches Unglück jemals wiederholt.

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