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Junge (13) bricht nach Ketamin-Konsum in Linienbus zusammen – 30-jähriger Mann festgenommen

Junge (13) bricht nach Ketamin-Konsum in Linienbus zusammen – 30-jähriger Mann festgenommen

Hamburg HH – Mann (30) verkauft Drogen an 13-Jährigen

Ein schockierender Vorfall hat sich am Mittwochabend in einer deutschen Großstadt ereignet: Ein erst 13-jähriger Junge brach in einem Linienbus nach dem Konsum von Ketamin zusammen. Passanten alarmierten sofort die Rettungskräfte, die den Jugendlichen noch vor Ort notfallmedizinisch versorgten. Ein 30-jähriger Mann, der im Verdacht steht, dem Kind die Droge verabreicht oder zumindest zur Verfügung gestellt zu haben, wurde festgenommen.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 18:30 Uhr. Mehrere Fahrgäste bemerkten plötzlich, wie der Junge kollabierte und nicht mehr ansprechbar war. „Er ist einfach zusammengesackt, wir dachten zuerst an Kreislaufprobleme“, berichtet eine Augenzeugin. Erst die eintreffenden Sanitäter stellten fest, dass es sich offenbar um eine Überdosis der Partydroge Ketamin handelt.

Der 13-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er weiterhin intensivmedizinisch behandelt wird. Sein Zustand ist nach Angaben der Ärzte ernst, aber stabil. Die schnelle Reaktion der Mitfahrer und die sofortige Alarmierung der Rettungskräfte hätten Schlimmeres verhindert.

Im Zuge der Ermittlungen konnte die Polizei noch am Abend einen 30-jährigen Mann festnehmen. Er soll sich im Umfeld des Jungen aufgehalten haben und gilt als dringend tatverdächtig. „Wir gehen davon aus, dass er das Rauschmittel beschafft oder verabreicht hat“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen, gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Ketamin ist ein Narkosemittel, das in der Human- und Tiermedizin eingesetzt wird. In der Partyszene wird es jedoch häufig missbraucht, da es Halluzinationen und ein Gefühl der Losgelöstheit hervorrufen kann. Gerade für Kinder und Jugendliche ist der Konsum besonders gefährlich, da schon geringe Mengen zu schweren gesundheitlichen Schäden oder gar zum Tod führen können.

Der Vorfall hat in der Stadt große Bestürzung ausgelöst. Vertreter von Schulen und Jugendeinrichtungen warnten eindringlich vor dem steigenden Drogenmissbrauch unter Jugendlichen. „Es ist erschreckend, dass ein so junger Mensch bereits mit solchen Substanzen in Kontakt kommt“, sagte eine Sprecherin des Jugendamtes. Man wolle nun verstärkt Präventionsprogramme in Schulen anbieten und über die Gefahren von Drogen wie Ketamin aufklären.

Auch die Verkehrsbetriebe zeigten sich entsetzt über den Vorfall. Der betroffene Busfahrer musste psychologisch betreut werden, nachdem er die dramatische Situation miterlebt hatte. Der Linienbus wurde nach dem Einsatz vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, da Spuren gesichert werden mussten.

Die Polizei bittet Zeugen, die möglicherweise Beobachtungen vor oder während des Vorfalls gemacht haben, sich zu melden. Insbesondere interessiert die Ermittler, woher die Droge stammt und wie der 13-Jährige Zugang dazu erhalten konnte.

Der Fall zeigt erneut, wie gefährlich der Missbrauch von Betäubungsmitteln ist – und wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche umfassend über die Risiken aufzuklären.

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