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Taxi kracht in ASFINAG-Auto – Zwei nicht angeschnallte Passagiere sterben

Taxi kracht in ASFINAG-Auto – Zwei nicht angeschnallte Passagiere sterben

A9 Trieben ST – Drei Verletzte nach Unfall mit ASFINAG-Fahrzeug

Ein schwerer Verkehrsunfall hat am frühen Montagmorgen auf einer österreichischen Autobahn für Entsetzen gesorgt. Ein Taxi prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen ein Fahrzeug der ASFINAG, das wegen routinemäßiger Arbeiten am Straßenrand stand. Dabei kamen zwei Passagiere ums Leben, die zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt waren.

Nach ersten Informationen ereignete sich der Unfall gegen 4.30 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Graz. Das ASFINAG-Fahrzeug war mit Warnleuchten und Signaltafeln ausgestattet, um auf eine Sperrung der rechten Fahrspur aufmerksam zu machen. Der Taxilenker, ein 45-jähriger Mann aus Wien, übersah offenbar die Absicherung und krachte nahezu ungebremst in das am Rand stehende Auto. Der Aufprall war so heftig, dass das Taxi im Frontbereich völlig zerstört wurde.

Im Wagen befanden sich insgesamt vier Personen: der Fahrer und drei Fahrgäste, die nach einer Feier auf dem Heimweg waren. Zwei von ihnen – ein 27-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau – hatten keine Sicherheitsgurte angelegt. Sie wurden durch die Wucht des Aufpralls aus dem Fahrzeug geschleudert und erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Die dritte Mitfahrerin, die angeschnallt war, erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus gebracht. Der Taxifahrer selbst kam mit leichten Blessuren davon, erlitt jedoch einen schweren Schock und musste psychologisch betreut werden.

Die Mitarbeiter der ASFINAG, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im gesicherten Arbeitsbereich befanden, blieben unverletzt. „Die Sicherheitsvorkehrungen waren ordnungsgemäß eingerichtet. Es ist tragisch, dass es dennoch zu einem derart schweren Unfall gekommen ist“, erklärte ein Sprecher der Autobahngesellschaft.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit, ob der Fahrer möglicherweise übermüdet oder durch das Handy abgelenkt war. Auch ein Alkohol- oder Drogentest wurde durchgeführt, die Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor.

Unfallgutachter sollen nun klären, warum das Taxi trotz gut sichtbarer Warnsignale nicht rechtzeitig bremste. Erste Zeugenberichte deuten darauf hin, dass das Fahrzeug mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

Der tragische Vorfall rückt einmal mehr das Thema Anschnallpflicht in den Fokus. Laut Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit sterben in Österreich jährlich Dutzende Menschen, weil sie im Auto nicht angeschnallt sind. „Dieser Fall zeigt leider wieder sehr drastisch, dass der Sicherheitsgurt Leben rettet“, betonte ein Polizeisprecher.

Die A2 war nach dem Unfall mehrere Stunden lang gesperrt, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr kam. Gegen 9 Uhr konnte die Strecke nach Abschluss der Bergungs- und Aufräumarbeiten wieder freigegeben werden.

Die Ermittlungen laufen weiter. Gegen den Taxifahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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