Der Fahrer (71) verursachte einen Unfall und flüchtete, wobei der Fahrer und das Kind im Auto ums Leben kamen.

Der Fahrer (71) verursachte einen Unfall und flüchtete, wobei der Fahrer und das Kind im Auto ums Leben kamen
Ein tragischer Verkehrsunfall hat am Dienstagabend in Bayern für Entsetzen gesorgt. Ein 71-jähriger Autofahrer soll laut ersten Ermittlungen einen schweren Unfall verursacht und anschließend die Flucht ergriffen haben. Nur wenige Minuten später kam es zu einer weiteren Katastrophe: Der Mann und ein Kind, das sich ebenfalls im Fahrzeug befand, verloren ihr Leben.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 18.45 Uhr auf einer Landstraße zwischen Augsburg und Donauwörth. Der Rentner soll mit seinem silbernen VW Golf auf die Gegenfahrbahn geraten sein und dabei frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen sein. Der Fahrer des anderen Autos, ein 43-jähriger Familienvater, wurde schwer verletzt, seine Beifahrerin erlitt Schocksymptome.
Zeugen berichteten, dass der 71-Jährige kurz nach der Kollision sein beschädigtes Fahrzeug startete und – trotz auslaufender Flüssigkeiten und stark deformierter Motorhaube – in Richtung Ortsausgang weiterfuhr. Offenbar wollte er den Unfallort verlassen, ohne Hilfe zu leisten.
Nur wenige Kilometer weiter kam es jedoch zum Unglück: In einer scharfen Kurve verlor der Mann erneut die Kontrolle über seinen Wagen. Das Auto prallte gegen einen Baum und fing Feuer. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnten der Fahrer und das etwa achtjährige Kind auf dem Rücksitz nur noch tot geborgen werden.
Noch ist unklar, in welchem Verhältnis der Mann zu dem Kind stand. Ermittler gehen davon aus, dass es sich um seinen Enkel handeln könnte. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Eine Blutprobe soll klären, ob der Mann unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss stand.
Ein Polizeisprecher sagte:
„Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen. Es ist eine tragische Kette von Ereignissen, die mehrere Familien ins Unglück gestürzt hat.“
Anwohner der nahegelegenen Ortschaft legten am Mittwochmorgen Blumen und Kerzen an der Unfallstelle nieder. „So etwas Schreckliches hat man hier noch nie erlebt“, sagte eine Augenzeugin mit Tränen in den Augen.
Der Verkehr auf der Landstraße blieb über Stunden gesperrt, der Schaden wird auf rund 90.000 Euro geschätzt.
Während die Ermittler weiter versuchen, den genauen Hergang zu rekonstruieren, bleibt eine quälende Frage offen: Warum flüchtete der Fahrer – und nahm dabei das Leben eines unschuldigen Kindes mit in den Tod?





