Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L523 kamen drei Menschen ums Leben, darunter ein einmonatiges Kind.
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L523 kamen drei Menschen ums Leben, darunter ein einmonatiges Kind

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landstraße L523 hat am frühen Samstagmorgen drei Menschen das Leben gekostet. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein erst einmonatiges Kind. Der Unfall ereignete sich gegen 5.30 Uhr zwischen den Ortschaften Waldheim und Neustadt und sorgte für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein mit vier Personen besetzter Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in einer langgezogenen Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug prallte frontal gegen einen Baum und wurde durch die Wucht des Aufpralls schwer beschädigt. Zwei Insassen starben noch an der Unfallstelle. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag das Säugling kurze Zeit später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Die 27-jährige Fahrerin des Wagens sowie eine weitere Mitfahrerin wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in umliegende Kliniken gebracht. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, um die Verletzten schnellstmöglich medizinisch zu versorgen. Über den aktuellen Gesundheitszustand der Überlebenden machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.
Die Feuerwehren aus mehreren Gemeinden waren mehrere Stunden mit der Bergung der Unfallopfer und dem Absichern der Unfallstelle beschäftigt. Die L523 wurde vollständig gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Erst gegen Mittag konnte die Straße wieder freigegeben werden.
Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft ein Gutachten angeordnet. Ein technischer Defekt, überhöhte Geschwindigkeit oder ein medizinischer Notfall können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei bittet Zeugen, die zum Unfallzeitpunkt auf der L523 unterwegs waren oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
Der tragische Unfall hat in der Region große Bestürzung ausgelöst. Anwohner legten Blumen und Kerzen an der Unfallstelle nieder. Bürgermeisterin Anna Keller zeigte sich tief betroffen: „Der Tod eines so jungen Kindes ist kaum in Worte zu fassen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer.“ Auch die örtlichen Kirchen kündigten kurzfristig Gedenkandachten an.
Verkehrsexperten weisen im Zusammenhang mit dem Unfall erneut auf die Gefahren ländlicher Straßen hin. Besonders in den frühen Morgenstunden sei die Unfallgefahr erhöht, etwa durch Müdigkeit, Nebel oder Wildwechsel. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen und besondere Vorsicht walten zu lassen.
Die Ermittlungen dauern an. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.






