Bei einem Unfall in Glätte kollidierte ein Transporter mit einem Kia; drei Erwachsene und ein Kind starben.
Bei einem Unfall in Glätte kollidierte ein Transporter mit einem Kia – drei Erwachsene und ein Kind starben
In den frühen Morgenstunden des Donnerstags hat sich auf einer vereisten Landstraße nahe der Kleinstadt Bruckendorf in Süddeutschland ein tragischer Verkehrsunfall ereignet. Bei einer frontalen Kollision zwischen einem Kleintransporter und einem Kia kamen drei Erwachsene und ein Kind ums Leben. Die Behörden sprechen von einem der schwersten Unfälle, die die Region in den vergangenen Jahren erlebt hat.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 6.40 Uhr auf der Bundesstraße 17, einer Strecke, die an diesem Morgen aufgrund plötzlich einsetzender Glätte besonders rutschig war. Der Fahrer des Transporters, ein 34-jähriger Mann aus dem Landkreis, soll auf der leicht abschüssigen Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Der Transporter geriet daraufhin ins Schleudern, driftete in die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal mit dem entgegenkommenden Kia zusammen, in dem sich eine vierköpfige Familie befand.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bot sich ein Bild der Zerstörung. Das Fahrzeug der Familie war so stark deformiert, dass die Feuerwehr mehrere Spezialgeräte einsetzen musste, um die Insassen zu bergen. Für drei Erwachsene – die Eltern des Kindes sowie eine 62-jährige Verwandte – kam jede Hilfe zu spät. Sie wurden noch an der Unfallstelle für tot erklärt. Das fünfjährige Kind wurde schwer verletzt in ein Universitätsklinikum geflogen, erlag aber wenige Stunden später seinen schweren Verletzungen.
Der Fahrer des Transporters überlebte schwer verletzt und befindet sich derzeit in einem stabilen, aber kritischen Zustand im Krankenhaus. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, betont jedoch, dass nach aktuellem Stand keine Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum vorliegen. Vielmehr gehen die Unfallanalysten davon aus, dass die Glätte und möglicherweise eine leichte Überschreitung der empfohlenen Geschwindigkeit bei winterlichen Bedingungen eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Der Bürgermeister von Bruckendorf zeigte sich tief betroffen. „Unsere gesamte Gemeinde steht unter Schock. Eine Familie aus unserer Mitte ist auf tragische Weise ausgelöscht worden. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden“, sagte er in einer kurzen Stellungnahme.
Auch die Diskussion über die Winterwartung der Straßen entflammte nach dem Unglück erneut. Mehrere Anwohner berichteten, dass die Strecke an diesem Morgen noch nicht gestreut gewesen sei, obwohl die Wetterdienste in der Nacht vor plötzlich einsetzender Reifglätte gewarnt hatten. Die zuständige Straßenmeisterei kündigte an, die Abläufe der Streu- und Räumdienste für den betreffenden Abschnitt zu überprüfen.
Die Bundesstraße 17 blieb für mehr als sechs Stunden gesperrt, während Sachverständige den Unfallhergang rekonstruierten und Trümmerteile entfernten. Die Polizei bittet weiterhin mögliche Zeugen, die den Transporter oder den Kia unmittelbar vor dem Zusammenstoß gesehen haben, sich zu melden.
Die Ermittlungen dauern an. Fest steht jedoch bereits jetzt: Ein Moment der Unachtsamkeit und tückische Witterungsbedingungen haben am Donnerstagmorgen vier Menschenleben gefordert – ein Verlust, der die Region noch lange beschäftigen wird.






