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Schwerer Unfall auf Kreuzung – Kleinkind stirbt trotz Reanimation

Schwerer Unfall auf Kreuzung – Kleinkind stirbt trotz Reanimation

München BY – Kleinkind stirbt nach schwerem Unfall

Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Dienstagabend an einer belebten Kreuzung in der Innenstadt von München ereignet. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verlor ein Kleinkind dabei sein Leben. Die Polizei spricht von einem der schlimmsten Unfälle der vergangenen Monate.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kam es gegen 18.30 Uhr an der Kreuzung zwischen der Schillerstraße und der Landwehrstraße zu einem Zusammenstoß zwischen einem SUV und einem Kleinwagen. In dem Kleinwagen befand sich eine junge Mutter mit ihrem dreijährigen Sohn. Laut Augenzeugen sei der SUV bei Rot über die Ampel gefahren und habe den Wagen der Frau mit voller Wucht an der Beifahrerseite getroffen.

Der Aufprall war so heftig, dass der Kleinwagen mehrere Meter weit über die Fahrbahn geschleudert wurde und schließlich gegen eine Straßenlaterne prallte. Sofort eilten Passanten zur Hilfe, alarmierten den Rettungsdienst und versuchten, die Insassen zu befreien. Die Mutter wurde schwer verletzt, war jedoch ansprechbar. Für das Kind begann ein Notarzt sofort mit der Reanimation, während die Polizei den Bereich weiträumig absperrte, um den Rettungskräften Platz zu verschaffen.

Trotz aller Bemühungen der Sanitäter konnte das Leben des Jungen nicht gerettet werden. Nach rund 40 Minuten mussten die Einsatzkräfte die Reanimationsversuche einstellen. Die Mutter wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und steht laut Ärzten unter Schock.

Der Fahrer des SUV, ein 42-jähriger Mann aus München, blieb unverletzt. Laut Polizei könnte überhöhte Geschwindigkeit in Verbindung mit Ablenkung am Steuer die Ursache gewesen sein. Ein Atemalkoholtest ergab keinen Hinweis auf Alkoholkonsum, allerdings wurde eine Blutprobe angeordnet, um andere Substanzen auszuschließen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und wird derzeit von der Verkehrspolizei befragt.

Mehrere Zeugen berichteten, der Fahrer habe kurz vor dem Zusammenstoß noch auf sein Handy geschaut. Die Ermittler prüfen nun, ob eine Handynutzung zum Zeitpunkt des Unfalls vorlag. Ein Gutachter wurde hinzugezogen, um die genaue Unfallursache zu rekonstruieren.

Die Kreuzung blieb bis in die Nacht hinein gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Feuerwehr und Polizei waren mit insgesamt 25 Einsatzkräften vor Ort.

Ein Polizeisprecher sagte am Abend: „Es ist eine Tragödie, die uns alle tief erschüttert. Besonders, wenn ein so junges Leben verloren geht.“ Für die Ersthelfer und Zeugen wurde psychologische Betreuung bereitgestellt.

Die Ermittlungen dauern an. Gegen den SUV-Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Stadt München plant, an der Unfallstelle Blumen und Kerzen aufzustellen, um dem verstorbenen Kind zu gedenken.

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