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Unter Drogeneinfluss verursachte ein 21-jähriger Fahrer einen schweren Unfall auf der Tauernautobahn, bei dem drei Menschen ums Leben kamen.

Unter Drogeneinfluss verursachte ein 21-jähriger Fahrer einen schweren Unfall auf der Tauernautobahn, bei dem drei Menschen ums Leben kamen

Ein tragischer Verkehrsunfall auf der Tauernautobahn (A10) hat am späten Dienstagabend drei Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Polizei war ein 21-jähriger deutscher Staatsbürger stark unter Drogeneinfluss, als er mit seinem Wagen bei Eben im Pongau die Kontrolle verlor und in den Gegenverkehr geriet. Der Unfall ereignete sich gegen 22.45 Uhr in Fahrtrichtung Villach und führte zu einer stundenlangen Vollsperrung der Autobahn.

Ersten Ermittlungen zufolge war der junge Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Zeugenaussagen zufolge soll er mehrfach abrupt die Spur gewechselt haben, bevor er auf die Gegenfahrbahn schleuderte. Dort kollidierte sein Fahrzeug frontal mit einem entgegenkommenden Familienwagen, in dem sich zwei Erwachsene und ein Kind befanden. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass beide Fahrzeuge rund 20 Meter zur Seite geschleudert wurden.

Für die drei Insassen des Familienwagens kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 38-jährigen Fahrers, seiner 35-jährigen Ehefrau sowie ihres 8-jährigen Sohnes feststellen. Der 21-jährige Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen, konnte jedoch noch am Unfallort stabilisiert und mit dem Rettungshubschrauber in das Landeskrankenhaus Salzburg geflogen werden. Er befindet sich derzeit nicht in Lebensgefahr.

Die Polizei bestätigte, dass ein Drogenschnelltest beim Unfallverursacher positiv auf Kokain und Cannabis ausfiel. Zudem soll der Mann keinen gültigen Führerschein besessen haben; dieser war ihm bereits vor einem Jahr wegen wiederholter Verkehrsdelikte entzogen worden. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung unter besonders erschwerenden Umständen ermittelt.

Die Feuerwehr musste insgesamt rund 35 Einsatzkräfte aufbieten, um die eingeklemmten Opfer aus den völlig zerstörten Fahrzeugen zu bergen. „Das war einer der schlimmsten Einsätze der letzten Jahre“, sagte Einsatzleiter Thomas Gruber. Die Unfallstelle erstreckte sich über mehrere hundert Meter, Trümmer lagen über beide Fahrbahnen verteilt. Auch ausgelaufene Betriebsstoffe mussten großflächig gebunden werden.

Die Tauernautobahn blieb in beiden Richtungen bis etwa 4.30 Uhr morgens gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Zahlreiche Autofahrer mussten stundenlang warten oder großräumige Umleitungen in Kauf nehmen.

Innenministerin Katharina Leitner zeigte sich am Mittwoch „zutiefst erschüttert“ über das Ausmaß des Unfalls und kündigte eine Verschärfung der Kontrollen im Autobahnverkehr an. „Wer sich unter Drogeneinfluss ans Steuer setzt, spielt nicht nur mit seinem eigenen Leben, sondern gefährdet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer“, sagte sie.

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Ein toxikologisches Gutachten soll in den kommenden Tagen weitere Klarheit bringen.

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